Achtung: Wie der Stift - so die Schrift!



Doch wichtiger noch als der Stift, ist, wie der Stift geführt wird, DAS entscheidet darüber, ob ich fließend und entspannt schreibe, oder verkrampft. Die richtige Stift-Handhaltung ist das A & O jeder Handschrift.

Wie aber liegt ein Stift richtig in der Hand? Zum Lernen und Üben sollte es ein runder Stift sein, nicht zu dick und nicht zu lang. Daumen und Zeigefinger führen den Stift, der Mittelfinger trägt ihn. Der Stift wird locker gehalten, und kein Finger "geknickt". Beim Schreiben nur leicht aufdrücken.

Die Handkante ruht auf der Schreibunterlage (wie auf der Zeichnung unten rechts) und "wandert" mit den Buchstaben leicht über das Papier.

Die neurobiologische Präventionsforschung fand heraus, dass es während eines Lernprozesses zu falschen Verschaltungen kommt, wenn beim Lesen- oder Schreiben-üben falsche "Ergebnisse" gelehrt werden. Das kann der Fall sein, wenn wenn falsche Bewegungen eingeübt werden. Diese - eigentlich richtigen, aber leider als falsch bezeichneten - Verschaltungen werden später als "Schreibschwäche" oder "grafomotorische Störung" diagnostiziert – was natürlich insofern nicht stimmt, weil das Gehirn keine "Störung" verknüpft, sondern immer nur korrekte Leitung, es kann nur das verarbeiten, was ihm angeboten wird.

Bei einer sogenannten "Schwäche" oder "Störung" wurde demzufolge VORHER ein falsches Angebot gemacht.


Der Zeigefinger ist der "Schreib-Finger", der den Stift lenkt. Daumern und Mittelfinger stützen den Stift. So ist schreiben ganz leicht. Der kurze Video-Clip www.youtube.com/watch (1:20") erklärt es genauer.


Grafomotorische Störung bzw. sensomotorische SCHÄDIGUNG entsteht oft durch fehlende Schreibanleitung und falsche Schreibgeräte


Zeichenbewegungen sind keine Schreibbewegungen




Das bedeutet, Eltern oder Pädagogen haben entweder fälschlich DRUCKSCHRIFT als Schreibschrift angeboten, oder sie haben zu früh mit dem Einüben der Schreibschrift-Bewegungen aufgehört, als die Handbewegungen noch nicht "rund", das heißt, nicht fließend waren. Falsche Programmierung (Verschaltung) im Kopf ist nur durch neue Verschaltungen zu beheben, das heißt, es muß von vorn angefangen und genau, geduldig und gründlich darauf geachtete werden, dass die Bewegungen sich verselbstständigen (automatisch schreiben) Wenn Eltern ihren Kindern schon im Vorschulalter beim Lesen und Schreiben lernen assistieren(!) möchten, müssen sie darauf achten, dass zwischen der LESE- und der Schreib-Schrift unterschieden wird. Die LESE-Schrift besteht aus Schriftzeichen, die das Kind aus den Vorlesebüchern kennt, es sind DRUCK-Schriftbuchstaben, sie werden maschinell gedruckt – deshalb heißen sie so. Kinder, die die Druckbuchstaben nachzeichnen, erobern sich auf diese Weise das Lesen, den Klang und die Bedeutung des Druck-Schrift-ABCs. Daraus den Schluss zu ziehen "Mein Kind kann schon schreiben" ist falsch. Das Kind schreibt nicht, das Kind liest, und "malt" Druck-Buchstaben nach. Hier kann also schon die erste falsche Verschaltung im Gehirn passieren.

Wenn Kinder malen, dann denken sie an Figuren und MALEN sie.

Sollen Kinder aber Buchstaben, Lesen Schreiben lernen, dann müssen sie an Buchstaben und Schreiben denken und nicht an Malen. Sonst wird das nichts.