Handschrift ist Kultur pur.


Wer an Handschrift denkt, dem fallen zunächst zwei Begriffe ein: Grafologie und Kalligrafie. Doch die haben gar nichts mit aktivem Schreiben zu tun.



Jede Handschrift entfaltet ihren eigenen "Drive" je nach Lust und Laune

Keine der beiden Disziplinen ist am Erlernen der Handschrift oder an ihrer Förderung beteiligt, und um Kultivierung der natürlichen Handschrift sind sie kein bisschen bemüht.

Während Grafologen sich nämlich nur für die tote grafische Form der Handschrift interessieren, lehnt die Kalligrafie "individuelle Form" und "emotionalen Ausdruck" gänzlich ab, weil Schönschrift nun einmal auf makellose Gleichmäßigkeit zielt.

Sie sehen, weder Grafologie noch Kalligrafie nimmt Handschrift als das wahr, was sie ist. Handschrift ist in erster Linie emotional hoch aufgeladene, menschliche Kommunikation, die mehr zu bieten hat, als "tote Formen" und "ausdrucksloses Schönsein". Handschrift ist eine der drei Sprach-Kategorien: Sprech-Sprache (Stimme), die Schreib-Sprache (Hand) und Les-Sprache (Augen).

Handschrift hat ebenso ausdrucksstarke, künstlerisch "verwertbare" Lebensenergie wie die Stimme, und kann ebenso konsequent kultiviert werden.

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