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Vorab ein Hinweis von Susanne Dorendorff:

Die Journalisten, die seit 1986 über meine Arbeit berichteten, wußten schon damals genau, dass es keine Kalligrafie ist und dass ich keine Kalligrafin bin. Und doch haben sie diesen Begriff immer wieder verwenden müssen, weil es keine Alternative gab. Sie versuchten es dann mit erläuternden Zusätzen wie "der anderen Art" oder "will nicht so recht passen". Das war nicht nur irritierend, sondern falsch. Denn Kalligrafie gibt das, was ich mache, überhaupt nicht her: Kalligrafie ist niemals authentisch.

So war ich gezwungen, für meine Arbeitsweise - die allein auf der Ausdruckskraft meiner natürlichen Handschrift basiert - einen eigenen Namen und eine neue Kategorie zu schaffen. Doch nicht nur das. Um meine persönliche Handschrift aus der "Kalligrafie"-Schublade zu befreien, mußte ich mich mit meiner Arbeit, obschon sie sehr erfolgreich war, aus der Öffentlichkeit zurückziehen, bis der passende Name gefunden war. Diese "Auszeit" nutzte ich, um die Gründung meines Handschrift-Instituts EUROPHI vorzubereiten.

2004 ließ ich den Begriff PHILOGRAPHIE beim DPMA eintragen, seit dem ist er geschützt.

Philographie bedeutet "die Liebe zum Schreiben" - die Silbe philo kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Liebe zum/zur" graphie ist auch Griechisch und wird mit "Schreibung", "Schreiben" oder "Schrift" übersetzt.