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Druckschrift als Schreibschrift zu unterrichten, verursacht in Kinderhirnen extreme Verwirrung,

weil Druckschrift nur zum Lesen, nicht aber zum Schreibenlernen geeignet ist.

Viele Lehrer/innen sind, weil sie sich nicht in der Lage sehen, erfolgreich die VA zu unterrichten, dazu übergegangen in der 1. Klasse die Druckschrift, bzw. das Drucken als "Schreiben" einzuführen. Es ist also offenkundig eine nicht zulässige NOTLÖSUNG , die jedoch seit Zulassung der VA (vor 40 Jahren) mehr und mehr umsichgreift.

Das Resultat: 3 Millionen Schulkinder und 7,5 Millionen Erwachsene ohne Schreibkompetenz (lt. Studie der UNI-Hamburg 2011). Nach unserer Berechnung verlassen jedes Jahr 200.000 Absolventen die Schulen (auch das Gymnasium!) ohne Schreibkompetenz - das bedeutet: Sie können nicht richtig schreiben und nicht richtig lesen und komplette Versager in Rechtschreibung. Lebenslänglich. Das Pikante daran: Auf diese Weise schafft die Grundschule den eigenen Nachwuchs ab. Denn Lehrer können diese Menschen nicht werden. Auch nicht Jounalist, Jurist, Steuerberater, eigentlich gar nichts, weil man in jedem Beruf schreiben können muss.



oben: 2. Klasse - unten: 4. Klasse





Vorab: Druckschrift ist keine Schreib-, sondern nur eine LESEschrift, also auch nicht zum Schreiben-lernen geeignet. Auch die allgemein übliche "Vereinfachte Ausgangsschrift" (VA) lässt keine Fließbewegung zu, weil sie ein Mix aus Druck- und Sütterlin-Schrift ist.

Schreibunterricht in Deutschland ist uneinheitlich. Jede Grundschule kann zwischen Druckschrift und "Schreibschrift" als Erstschrift wählen. Doch eins steht fest: Druckschrift wird nicht geschrieben - Druckbuchstaben werden gezeichnet, oder "gemalt". Sie werden aus einzelnen (graden, schrägen und runden) Strichen zusammengefügt, der Stift muss immer wieder ab- und auf-gesetzt werden. Schnelle, fliessende Schreibbewegungen können so nicht entstehen.



DRUCKSCHRIFT (DS)


Vereinfachte Ausgangssschrift (VA)

Kinder, die zuerst Druckbuchstaben lernen, lernen also nicht Schreiben, sondern Zeichnen. Das heißt, sie sind denjenigen gegenüber, die von Anfang an Schreibschrift schreiben lernen, motorisch im Nachteil. Aber nicht nur das: Sie müssen wenn sie die Schreibschrift - lernen, von vorne anfangen, statt sich Neuem zuwenden zu können. So entstehen Defizite. Und wenn das Kind dann nicht schnell genug schreibt, heißt es: "Du mußt dir mehr Mühe geben!" Wie soll das gehen, wenn das Kind schon die Grundbewegung nicht kennt?Die Groß-Buchstaben der VA (Vereinfachte Ausgangsschrift) sind ausgesprochen schreib-bewegungs-fern, und die langen "Angelhaken" an den Kleinbuchstaben wirken harmonischem Schreibfluß sogar entgegen. Fliessende Handbewegungen sind mit dieser "zackigen" Schrift nicht möglich. Es sieht so aus, als hätte der "Vater" der VA als Kind die Sütterlin-Schrift gelernt und nie wieder vergessen.

Die "Spitzigkeit" jedes einzelnen Buchstabens und des Gesamtbildes, wirken sowohl auf den Schreibenden als auch auf den Betrachter aggressiv.