Sho-nami ist die Bezeichnung für ein neues Kunstformat


Das Bild zeigt den Schriftzug: Berlin


Was ist Sho-nami? Die Silbe sho kommt aus dem Japanischen und bedeutet "schreiben" - nami ist auch Japanisch und wird mit "Welle" übersetzt. Shonami ist die Bezeichnung für HandschriftKunst, von der einfachen, persönlichen Handschrift bis zum reduzierten Wortzeichen. Sho-nami dient der Abgrenzung gegenüber der Kalligrafie. Sho-nami ist ein anderes Wort für das "Schreiben", das in Europa weitgehend unbekannt ist. "Journalisten, die seit 1986 über meine Arbeit berichten" erklärt Susanne Dorendorff, "wussten schon damals genau, dass es keine Kalligrafie ist. Und doch haben sie diesen falschen Begriff immer wieder verwenden müssen, weil es keine Alternative gab. Sie versuchten es dann mit erläuternden Zusätzen wie "Schreiben der anderen Art" oder "Kalligrafie will nicht so recht passen". Das war irritierend. Denn Kalligrafie gibt das, was ich mache, überhaupt nicht her:

Handschrift ist individuelle Lebensspur.

Und so sah ich mich gezwungen, für meine Arbeitsweise - die allein auf der Ausdruckskraft derer natürlichen Handschrift basiert - einen eigenen Namen und eine neue Kategorie zu schaffen. Doch nicht nur das. Um die persönliche Handschrift aus der ruinösen Kalligrafie-Schublade zu befreien, mußte ich mich mit meiner Arbeit, obschon sie sehr erfolgreich war, aus der Öffentlichkeit zurückziehen, bis der passende Name gefunden war. Diese "Auszeit" nutzte ich, um die Gründung meines Handschrift-Instituts EUROPHI zu realisieren und mich meinem Forschungsprojekt zu widmen.

 

 

Die Darstellungskunst Shonami - ein neues Kunstformat entwickelt und vorgestellt von Susanne Dorendorff


Schreibkunst

Shonami ist Handschrift, ist die Kultur des geschriebenen Ausdrucks - vom einfachen Schriftzug bis hin zum reduzierten Wort-Zeichen, dem Philogramm.

Obwohl sie eine darstellende Kunst ist, gehört sie nicht zu denn "ephemeren Künsten" (dt. Fremdwort ephemer (flüchtig, vergänglich) von altgr. ἐφήμερος ephēmeros, "nur kurze Zeit dauernd", "vergänglich". Sie ist nicht vergänglich wie de Tanzbewegung oder das gesprochen, gesungene Wort. Sie ist der einzige authentisch-künstlerische Ausdruck, der bleibt.

Die Kunst, reduzierte Wörter zu schreiben, ist nicht mit herkömmlichem Schreiben vergleichbar. Ihr Pendant findet die Philographic in der japanischen Zen-Kunst Sho-do.

Philogramme sind authentisch wie die Handschrift. Sie vermitteln dem Kenner Einblick in das kulturelle Bewußtsein des Künstlers. Um das Werk zu verstehen muß das Wort nicht lesbar geschrieben sein, es wird der Sinnesreize wegen geschrieben, die dabei entstehen, nicht des Wortes wegen. Philogramme entstehen in höchster Konzentration. Der Schaffensprozeß spannt sich oft über mehrere Tage, meist über Wochen.

Ich verfüge über eine stattliche Anzahl solcher Zeichen, die ständig variiert werden.

Im Gegensatz zu Typografie und Kalligrafie und allen normalen Schriftzeichen, sind Philogramme kein "kulturelles Allgemeingut" und dürfen deshalb weder nachgeahmt, noch unerlaubt genutzt werden. Es ist also nicht nur jede einzelne Graphik, sondern bereits die Urform des Philogramms durch das Urheberrecht geschützt.

©Text, Schrift und Motive sind +urheberrechtlich geschützt