Wie nah Schwert- und Schreibkunst miteinander verwandt sind, ist unverkennbar. Es ist der "innere Kampf", die intuitive Bewegung, die beide Künste auszeichnet.

"Weg des Pinsels – Weg des Schwertes: der eine gestaltet sich als ein harmonisches Zusammentreffen von Schreibgerät und Papier, der andere als ein konfliktbeladenes Zusammentreffen von Waffen. Das Ergebnis eines solchen Treffens ist in beiden Fällen unausweichlich und nicht beeinflussbar. Für den Schreiber wie den Krieger reduziert sich die Realität zu einer einzelnen und in ihrer Klarheit einzigartigen Begegnung."

So wird deutlich, dass Handschrift- und Kampfkunst – scheinbar so unterschiedliche Gebiete – von einer gemeinsamen geistigen Grundhaltung getragen werden.

In seinem Buch "Pinsel und Schwert - Vom Geist der Kampfkünste" beschreibt Dave Lowry sehr sachkundig wie diese beiden Wege / Künste zusammenwirken.


Sho-do-Schreibkunst: Schwertglanz

Authentizität, Spontaneität, Intuition Emotionalität und Asymmetrie, das sind die fünf Basisfaktoren der Handschrift und des Schreibens. Hier kommt es besonders gut zum Verständnis. Die Übersetzung "Calligraphy" (im Video unten) ist falsch - stattdessen muss es heißen Sho-do, bzw. Schreibkunst.

Diese Art des persönlichen Ausdrucks hat nichts mit dem gemein, was im Westen unter "Kalligrafie" verstanden wird. Es ist die Kunst des Handgelenks und des Geistes: Handschrift

 

 

Samurai - Der Weg des Bogens 1/4

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